Von Schmetterlingen und Drachen
Textile Schätze südchinesischer Bergvölker

Prächtig, farbenfroh und mit magischen Motiven reich verziert sind die traditionellen Gewänder: Festkleider, Babytragetücher, Kopfbedeckungen und Schuhe, die ab 23. November 2018 im Museum Tuch + Technik zu sehen sind. Die Ausstellung „Von Schmetterlingen und Drachen“ zeigt textile Schätze südchinesischer Bergvölker, zusammengetragen von Friedhelm Petrovitsch, Privatsammler aus Eschweiler. Ergänzt wird die Ausstellung durch seine beeindruckenden Fotografien, die die Kleidung im Alltag ihrer Trägerinnen und Träger zeigt.

China blickt auf eine jahrhundertelange textile Tradition zurück. Speziell die kunstvollen Arbeiten der südchinesischen Bergvölker sind aufgrund ihres Formen- und Materialreichtums besonders prächtig und farbenfroh gestaltet. Der textile Dekor reicht von handbestickten Bordüren über paillettenbesetzte Kopfbedeckungen hin zu gestickten Motiven aus Flora und Fauna. Der chinesischen Mythologie entlehnt sind die häufigen Drachenmotive. Die fantasievolle Gestaltung der Textilien spiegelt die Kreativität der Bergvölker Südchinas eindrucksvoll wider.

Dank des Engagements von Sammlern wie Friedhelm Petrovitsch werden die kunstvollen Textilien dieser Völker nicht nur bewahrt, sondern in Museen auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Einige Exponate des Sammlers Ferdinand Aichorn aus Salzburg und von Frau Wang Lan aus Berlin bereichern die Ausstellung. Friedhelm Petrovitsch absolvierte ein Philologie-Studium in Bonn und war von 1967 bis 2009 im Schuldienst im Raum Aachen tätig. Zu seinen Langzeit-Themen gehört neben der Portrait-Fotografie die fotografische Dokumentation seiner Reisen. Seit 2003 ist er vor allem im Süden Chinas unterwegs.

Die Ausstellung wird unterstützt vom Leibniz-Konfuzius-Institut Hannover e.V.

 

Ausstellung
bis 10. März 2019

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Junge Fotografen in europäischen Museen
Ergebnisse eines Wettbewerbs

Ausdrucksstarke Farbkombinationen, überraschende Perspektiven und ideenreiche Fotomontagen zeigt das Museum Tuch + Technik in der Sonderausstellung „Junge Fotografen in europäischen Museen“, die vom 15. November 2018 bis zum 13. Januar 2019 zu sehen ist. Die Fotografien gehören zu den preisgekrönten Bildern des gleichnamigen internationalen Wettbewerbs (Runde 2017) für Kinder und Jugendliche, der einmal im Jahr vom Stadtmuseum Koszalin, Neumünsters polnischer Partnerstadt, und dem Museum Tuch + Technik ausgerichtet wird. Gezeigt werden 81 Fotografien von 43 jungen Fotografen und Fotografinnen aus Deutschland, Litauen, der Slovakei, Polen und Russland. Mit dabei sind auch zwei Fotos von Matthäus Majka aus Neumünster: „Unter den Bäumen“ und „Urbanisierung“. Majka hatte in der Runde 2017 den Sonderpreis der Deutschen Botschaft Polen für diese Bilder erhalten.

Die Ausstellungseröffnung im Museum Tuch + Technik ist gleichzeitig Start für die nächste Wettbewerbsrunde. Gefragt sind Fotos oder kurze Filme, die in Museen, Ausstellungsräumen und auch in Depots und Nebenräumen oder außerhalb der Museen entstanden sind. Auch einzelne Ausstellungsstücke oder das Museumsgebäude können Thema sein. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von einschließlich 18 Jahren. Die Arbeiten werden von der Zentraljury in Koszalin bewertet.

Ausstellung
bis 13. Januar 2019

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Installation

Fate, Destiny und Self Determination
Schicksal, Vorsehung und Selbstbestimmung

Schicksal, Vorsehung und Selbstbestimmung: Die Installation „Fate, Destiny and Self-Determination“ besteht aus drei Teilen: zwei Wandteppichen, zwischen denen viele unregelmäßige Webstücke in verschiedenen Höhen positioniert frei im Raum zu schweben scheinen – als ob eine Tapisserie auseinanderreißt und wieder zusammenfindet. Das Besondere an dem Projekt: Die vielen einzelnen Formen wurden von Weberinnen und Webern aus aller Welt beigesteuert, bisher kamen 762 Formen aus 39 Ländern zusammen. 453 Personen haben das Projekt bis heute mitgestaltet. Und die Installation wächst, denn immer noch werden neue Einsendungen akzeptiert. Nach Stationen in Kanada, USA, China, Uruguay und Irland zeigt das Museum Tuch + Technik das Werk vom 26. Oktober bis 31. März 2019.

Organisiert wurde und wird die Installation von Line Dufour. Die Kanadierin hat sie 2013 entworfen, initiiert und das erste Hauptstück selbst gewebt. Es ist ein Beispiel für die gegenwärtige Tapisserie-Kunst, in der Weber und Designer ein und dieselbe Person sind. Das Abschluss-Stück hingegen wurde nach und nach von ganz unterschiedlichen Personen gewebt – vom Laien bis zum Profi. Es ist eine Referenz an die traditionelle Herstellung von Wandteppichen, in der viele Weber zugleich oder nacheinander an einem Teppich webten, mit dem künstlerischen Entwurf aber nicht befasst waren.

Als Absolventin des Ontario College für Kunst und Design, der Universität von Guelph und der Universität von Toronto hat Line Dufour an zahlreichen Ausstellungen vor allem in Nordamerika teilgenommen. Sie ist bekannt durch Vorträge, Publikationen und Workshops. Durch die finanzielle Unterstützung des Ontario Arts Council wurde das Projekt „Fate, Destiny and Self-Determination“ ermöglicht. Line Dufour dokumentiert ihre Arbeit auf ihrem Blog und bei facebook.

 

Installation
bis 31. März 2019

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