Neuland Neumünster – eine Ausstellung entsteht

 „Neuland Neumünster: Von Gastarbeitern und Geflüchteten. Migrationsbewegungen einer Stadt.“ Das ist der Arbeitstitel einer Ausstellung, die das Museum Tuch + Technik gemeinsam mit dem Forum der Vielfalt und dem Schleswig-Holsteinischen Heimatbund erarbeitet. Das Ausstellungsprojekt läuft von August 2018 bis Juni 2020 und wird von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Stadtgefährten gefördert. Die Ausstellung wird von Herbst 2019 bis Frühjahr 2020 im Museum Tuch + Technik zu sehen sein.

Menschen waren zu allen Zeiten und in allen Weltteilen in Bewegung. Das gilt auch für Neumünster. Nicht erst seit dem Flüchtlingszuwachs im Jahr 2015 ist das Thema Migration auch hier virulent. Die Bevölkerungszahl Neumünsters erlebt in der Industrialisierung einen rasanten Anstieg. Bereits 1888 werben Fabrikanten der Stadt auswärtige Arbeiter an. In den 1940er Jahren werden viele Kriegsgefangene in Neumünsteraner Betrieben eingesetzt, seit 1945 kommen Flüchtlinge und Vertriebene aus den östlichen Gebieten nach Neumünster. Anfang der 1960er Jahre verfügt die Wirtschaft der Stadt über hohe Auftragsbestände, die Betriebe werben wieder ausländische Arbeiter an. Der aktuelle Zuzug von Flüchtlingen hatte seinen Höhepunkt 2015. Eine der vier Erstaufnahmeeinrichtungen in Schleswig-Holstein befindet sich in Neumünster.

Die Ausstellung soll die Geschichte von Wanderungsbewegungen seit dem 19. Jahrhundert nach Neumünster beleuchten. Sie soll untersuchen, was es für Menschen bedeutet, die gewohnte Umgebung zu verlassen und sich in einer neuen Kultur zurechtzufinden. Sie soll aber auch danach fragen, was es für die Aufnahmegesellschaft bedeutet, tausende von Neuankömmlingen aufzunehmen. Geplant sind Workshops, in denen die Bevölkerung aufgerufen ist, sich an der Entstehung der Ausstellung zu beteiligen.

Mit dem Fonds Stadtgefährten fördert die Kulturstiftung des Bundes Museen mit orts- oder regionalgeschichtlichem Schwerpunkt in deutschen Städten und Kommunen mit bis zu 250.000 Einwohnern. Ausführliche Informationen zum Fonds Stadtgefährten finden Sie unter www.kulturstiftung-bund.de/stadtmuseum.

 

Kontakt
Lars Mischak
04321 - 559 5827

 

 

Gefördert im Fonds Stadtgefährten der