Sonderausstellungen

Sonder­ausstellungen

"Schüler*innen@­homeart - Corona trifft Kunst"

Das Museum Tuch + Technik öffnet vom 29. Oktober bis 05. Dezember 2021 seine Türen und gibt Schleswig-Holsteins Schüler*innen eine Bühne, auf der sie den Besucher*innen einen Einblick in ihre Gedankenwelt in Zeiten der Pandemie gewähren. Die Kreisfachberater*innen für kulturelle Bildung sind die Initiator*innen von „Schüler*innen@homeart” und wurden von Kunststudent*innen der Europa-Universität Flensburg im Rahmen des Seminars Praxisprojekt Schnittstellen/Kontexte (Externer Lernort) in der Planung, Kuration und Vermarktung unterstützt.

Im Rahmen des Projekts haben 230 Schüler*innen von Husum bis Lübeck auf künstlerische Weise verarbeitet, wie sie die Pandemie bewegt. Eine Auswahl der Werke wurde von ihnen zur Verfügung gestellt. Die Bandbreite reicht von Installationen, Skulpturen über Fotografien, Collagen, Audios und Filmen, Gemälden bis zu Gedichten und Liedern, die sich ernst, kritisch, humorvoll und zuversichtlich mit dem Leben der Schüler*innen mit dem Virus beschäftigen.

Einige Schüler*innen veranschaulichen den scheinbaren Stillstand der Welt. Die Werke zeigen einen persönlichen oder einen globalen Bezug. Nach dieser Aufteilung ist auch die Ausstellung unterteilt. Anhand der Titel wie „Ein Moment im Kampf gegen Corona“ von Anonym oder „Schöne Aussichten“ von Katharina Wieland erkennt man, dass die Schüler*innen ganz unterschiedlich an die künstlerischen Umsetzungen herangegangen sind. Es entstanden unter anderem Selbstdarstellungen und Naturabbildungen. In den Skulpturen wurde Beton, Stahl und auch Ton verwendet. Innerhalb der Malerei kamen Aquarell-, Acryl- und Ölfarben zum Einsatz. Blei- und Buntstiftzeichnungen sind ebenfalls vertreten. Aus dieser Varietät entsteht eine Ausstellung, die sowohl düstere als auch farbenfrohe Kunstwerke zeigt. In Lübeck entstand eine Collage von dem Schüler Malte Höhn, zu welcher er schreibt: „Der Leuchtturm in meiner Collage ist so etwas wie ein Hoffnungsbegleiter in der Krise." In einem kleinem Kino werden einzelne filmische Werke präsentiert.

Da einige Videos nur mittels QR-Codes sichtbar werden, ist das Mitbringen eines internetfähigen Smartphones oder Tablets und Kopfhörern von Vorteil, aber nicht für die Gesamtausstellung notwendig. Auch Texte werden sowohl analog als auch digital (Audio) zur Verfügung stehen.

Der Zutritt zum Museum ist nur für nachweislich geimpfte, genesene oder getestete Personen ohne Erkältungssymptome möglich.  Besucher*innen benötigen zusätzlich zu dem 3-G-Nachweis auch ihren Personalausweis oder einen anderen amtlichen Lichtbildausweis. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder bis 7 Jahre. Die Durchführung von Selbsttests ist im Museum nicht möglich. Minderjährige Schüler*innen können mit einer Schulbescheinigung nachweisen, dass sie zwei Mal pro Woche getestet werden. 

Für Schüler*innen ist die Ausstellung kostenlos, Erwachsene zahlen 6 €, ein Familienticket kostet 11 €.  Weitere Informationen finden Sie hier: schuelerinnenathomeart.kulturvermittler-sh.de/schuelerinnenathomeart/HOME.html 

Sandra Hänszke und Carolin Friedrichsen
Bildungswissenschaften,Europa-Universität Flensburg

 

Ausstellung

29. Oktober bis 5. Dezember 2021

Afrikanische Textilien

Sammlung Spielmann-Hoppe

Berber, Bambara, Ewe, Yoruba, Mbuti, Bakuba – die Bevölkerung Afrikas teilt sich auf in zahlreiche ethnische Gruppen und Stämme. Eine Vielfalt, die sich auch im Kunsthandwerk widerspiegelt, zum Beispiel in den handgefertigten Textilien. In seiner Ausstellung „Afrikanische Textilien aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe“ zeigt das Museum Tuch + Technik vom 12. November 2021 bis zum 13. März 2022 ganz unterschiedliche Exponate aus verschiedenen Ländern Afrikas.

Von den Kelim-Decken und Umhängetüchern aus Marokko, den Wickeltüchern in Indigo-Färbung aus Westafrika, den Rindenbast-Geweben aus Zentralafrika bis zu den bunten Kente-Tüchern der Ewe und Ashanti aus Ghana und Nigeria: Der Rundgang durch die Ausstellung entfaltet eine beeindruckende und farbenfrohe Bandbreite der afrikanischen Textilkunst.

Die Exponate stammen aus der privaten Sammlung der Familie Spielmann-Hoppe. Der langjährige Leiter des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums Schloss Gottorf und spätere Gründungsdirektor des Bucerius Kunst Forums Prof. Dr. Heinz Spielmann organisiert seit seiner Pensionierung zahlreiche hochkarätige Ausstellungen.

Spielmann und seine Familie haben auf privaten Reisen seit den 1970er Jahren ihre umfassende Sammlung afrikanischer Textilien angelegt. Ihr Ziel ist es, das Verständnis zwischen den Kulturen zu fördern und einen Beitrag zur Bewahrung ihrer Zeugnisse zu leisten.

Das Museum Tuch + Technik setzt mit dieser Ausstellung seine Reihe „Textilien dieser Welt“ fort.

 

Eröffnung

Donnerstag, 11. November 2021, 19 Uhr
Eintritt frei

Ausstellung

12. November 2021 bis 13. März 2022

 

 

 

Color - Shape - Expression

Quiltart von Brigitte Ammann

 

Für die Textilkünstlerin Brigitte Ammann stellt die Technik des Quiltens die bevorzugte künstlerischer Ausdruckform dar. Sie nutzt diese traditionelle Technik als Plattform  ihrer Gedankenwelt und ihres Empfindens, das sie in eine ganz eigene textile, abstrakte Gestik überträgt. Das Museum Tuch + Technik zeigt eine Auswahl ihrer Werke in der Ausstel-lung „Color – Shape – Expression“ vom 18. Dezember 2021 bis zum 24. April 2022.
 
Rund 25 Wandbehänge in Quilttechnik sind aus Brigitte Ammanns Zeit in der „Begeg-nungsgruppe Alzheimer“ in Amsterdam 2019 bis 2021 entstanden. In diesen Arbeiten hat sie ihre Erfahrungen mit und die Lebensgeschichten von an Alzheimer erkrankten Men-schen umgesetzt, mit denen sie in einer Gruppe für Kunst- und Kulturinteressierte zu-sammengearbeitet hat. Die Begegnung mit den Teilnehmern der Gruppe, die völlig hem-mungslos und ungeniert ihr wahres Gesicht zeigen und ihre Lebensgeschichte preisga-ben, inspirierte die Künstlerin dazu, deren Geschichten und ihre Wesensart in abstrakter Form wiederzugeben. Die aufwändige Fertigung der Wandbehänge aus einzelnen Ver-satzstücken geht über eine bloße dekorative Bedeutung hinaus, wird zur Lebensge-schichte und zu einem Bedeutungsträger. Hinter den farbenfrohen Stoffen und Mustern verbergen sich bewegende Einzelschicksale, denen die Künstlerin auf der Rückseite der Wandbehänge in graphischen Schwarzweiß Mustern Tiefe verleiht und die Einzigartigkeit und Würde jeder Person hervorhebt. Je tiefer die Künstlerin in ein Thema vordringt, des-to mehr verliert es seine alltägliche Bedeutung, am Ende bleiben Form, Farbe und Fläche übrig.

Die gebürtige Holländerin, die in Albstadt und Amsterdam lebt und arbeitet, studierte an der Freien Kunstakademie Nürtingen Kunst und bei der Amerikanerin Nancy Crow. Sie nahm an zahlreichen Ausstellungen teil und begeht mit ihren Arbeiten immer wieder inno-vative und neue Wege. Die „freestyle-sewing-Technik“ erlaubt der Künstlerin ein sponta-nes Umsetzen eigener Visionen, die sich von traditionellen Mustern und Vorgaben ent-fernen. Die von ihr verwendeten Stoffe werden von ihr selbst gefärbt, sodass ein ganz eigenes Farbspektrum entsteht.

 

ABGESAGT: Eröffnung 

Freitag, 17. Dezember 2021, 19 Uhr, Eintritt frei

Ausstellung

18. Dezember 2021 bis 24. April 2022