Sonderausstellungen

Sonder­ausstellungen

Astronomie für alle

in Kooperation mit der vhs Sternwarte Neumünster

Das Weltall fasziniert viele Menschen. Die meisten von uns kennen Sterne vom Blick in den Nachthimmel – aber was sind Sterne eigentlich, und wie können wir sie genauer beobachten? Was hat es mit den Planeten auf sich? Gibt es auch Planeten, die um andere Sterne kreisen als unsere Sonne? Wo ist der Platz unseres Heimatplaneten im Sonnensystem und in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße?Um Fragen wie diese geht es in der Ausstellung ASTRONOMIE FÜR ALLE. Dabei wird Astronomie durch interaktive Exponate erfahrbar: Besucher*innen können einen echten Meteoriten anfassen, Mondphasen sortieren, anhand von Modellen die relativen Größen von Sternen und die dreidimensionale Struktur eines Sternbilds erfahren und vieles mehr.

In vier Themenbereichen widmet sich die Ausstellung den Grundlagen der ältesten Wissenschaft der Welt. Unter der Überschrift „Blick in den Himmel“ geht es darum, was wir überhaupt am Himmel sehen – den Mond, Sterne und Planeten – und wie sich diese Objekte näher untersuchen lassen. In „Unser Platz im Weltall“ geht es um die Position der Erde im Kosmos. Im Ausstellungsteil „Sterne: Ferne Sonnen“ werden die Eigenschaften der selbstleuchtenden Himmelskörper untersucht. Und im Bereich „Andere Welten“ geht es um eines der spannendsten Themen der modernen astronomischen Forschung: Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: wie man sie nachweist und um die Frage, ob dort Leben möglich ist.
Auch die vhs Sternwarte zeigt Exponate, darunter Teleskope verschiedener Bauarten, Objekte und Schriftstücke zur Mondlandung sowie Fotografien.
Die Wanderausstellung wurde vom Haus der Astronomie Heidelberg und dem Max-Plack-Institut für Astronomie organisiert und gestaltet, von der MERKL GmbH umgesetzt und von der Klaus Tschira Stiftung gefördert. Das Museum Tuch + Technik zeigt ASTRONOMIE FÜR ALLE in Kooperation mit der vhs Sternwarte Neumünster, unterstützt von der Stiftung der Sparkasse Südholstein.

 

Ausstellung

bis 9. Oktober 2022

Führungen

Informationen zu Führungen für Gruppen, Schulklassen, Familienführungen

LichtKomposition

für das Wiegenlied von Johannes Brahms - von gisela meyer-hahn

Gisela Meyer-Hahn, Diplom-Designerin, arbeitet als freischaffende Künstlerin. Sie entwickelt Konzepte und Objekte mit dem Schwerpunkt der komplexen Erscheinung und Wirkung des Phänomens Farbe und seinen Zusammenhängen mit der gesamten Sinneswahrnehmung. Es entstehen Raum-, Farb- und Lichtprojekte für Außen- und Innenräume, die durch künstlerische Wandlung immer wieder neu erlebbar sind. Ihre Projekte wurden im In- und Ausland ausgestellt, realisiert, installiert und ausgezeichnet. 

In ihrer Arbeit verbindet Gisela Meyer-Hahn Kunst und Technik, Textil und Farbe mit Raum, Licht und Klang. Die Künstlerin hat zuvor schon in Neumünster unter anderem die umfangreiche textile Überspannung des Kuhbergs  mit eigens dafür von einem Neumünsteraner Unternehmen gefertigten Stoffen geschaffen und auch im Lokschuppen inszeniert. Im Jahr 2017 hat sie das zehnte Jubiläum des Museums Tuch + Technik mit einer Farb-Licht-Komposition im Theatersaal der Stadthalle begleitet und ihre Kubus-Installation im Museum ausgestellt. 

Im Neumünsteraner Rahmenprogramm zum Schleswig-Holstein Musik Festival 2022 hat sie nun für den Glasgang zwischen Museum und Stadthalle erneut ein Kunstprojekt entwickelt: eine LichtKomposition für das "Wiegenlied" von Johannes Brahms. Darin setzt sie die Musik in eine abstrakte Komposition aus Licht und Farbe um, die dann den Raum füllen. Scheinwerfer erhalten den Impuls, der sie digital über eine Lichtsteuerung erreicht.

 

LAUFZEIT

1. Juli bis 4. September 2022 täglich

Ein Durchlauf dauert 15 Minuten, beginnt um 20.30 Uhr und wiederholt sich im Viertelstundentakt ohne Pause bis 23 Uhr.

www.meyer-hahn.de
www.nms-festival.de

 

Faser, Garn und Stoff

Geschichten aus der Textilfachschule Neumünster

Im Sommer 2022 wäre sie 75 Jahre alt geworden: Die Textilfachschule Neumünster, später Textilfach- und Ingenieursschule, wurde 1947 in alten Baracken in Brachenfeld gegründet und zog 1953 in das eigens errichtete Gebäude an der Parkstraße. 1977 wurden die letzten Lehrgänge eingestellt. Heute befindet sich im Schulgebäude die Theodor-Litt-Schule, die frühere Werkhalle beherbergt das Museumsdepot und die Niederdeutsche Bühne Neumünster. Eine Ausstellung im Museum Tuch + Technik erinnert an die Schule – ein bedeutsames Stück Neumünsteraner Stadtgeschichte. Die Sonderausstellung ist vom 20. Mai bis zum 9. Oktober 2022 zu sehen.

Rund 30 Jahre bot die Textilfachschule Neumünster Schüler*innen und Studierenden eine fundierte textile Ausbildung. Ingenieure, Techniker und Meister lernten in unterschiedlichsten textilen Fachrichtungen wie Weberei, Strickerei und Chemotechnik. Auch Direktricen und Kaufleute wurden ausgebildet, und darüber hinaus gab es auch kürzere Lehrgänge wie die Stopfschule oder den Zuschneidekurs.

Praktischer Unterricht stand in der eigens errichteten Werkhalle auf dem Programm. Sie beherbergte alle gängigen Maschinen, zum Beispiel die gesamte Spinnereilinie – vom Mischwolf, über den Krempel und den Selfaktor bis zur Zwirnmaschine. Hinzu kamen unter anderem Webmaschinen, Schärmaschinen und Strickmaschinen.

Außerdem gab es auf dem Campus ein Warenprüfamt, in dem sowohl Laborant*innen ausgebildet als auch Qualitätsprüfungen für die Industrie vorgenommen wurden.

Berufsschüler*innen aus ganz Norddeutschland kamen an der Schule in Neumünster zusammen. Vor allem der Ingenieur-Studiengang war auch bei internationalen Studierenden beliebt.

Projektleiterin Karoline Haeberlin hat mit Zeitzeug*innen gesprochen, Erinnerungsstücke und Fotografien zusammengetragen und die Ausstellung kuratiert. Erzählungen und Exponate erinnern auch an die Geschichten jenseits des Unterrichts, an große und kleine Ereignisse wie den traditionellen Textilball oder Fußballspiele im Schlafanzug.

 

Eröffnung

Donnerstag, 19. Mai 2022, 19 Uhr
Eintritt frei

Ausstellung

bis 9. Oktober 2022

Führung

Sonderführungen durch die Ausstellung
und anschließender Besuch der früheren Schul-Werkhalle,
heute Museums-Depot
Samstag, 20. August 2022, 14 bis 16 Uhr
Mit Projektleiterin Karoline Haeberlin
Kosten: 8 Euro inklusive Eintritt
Anmeldung bis 17.August 2022 unter 04321 - 559 58 0 oder buchung@tuch-und-technik.de